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Was ist das Wesentliche der Kunsttherapie in den Anwendungsfeldern?

1. Im Altenheim:
* Das Erlebnis des gemeinsamen Tun
* Das künstlerische Arbeiten als Lebensprozess
* Die Hervorhebung der Bedeutung einer individuellen Persönlichkeit
* Die Verbindung erlebbar machen zum anderen Menschen und zum öffentlichen 
Leben.

2. In der Heilpädagogik:
* Die Vorbereitung auf das Leben, eventuell ein nächstes Leben je nach Methode.
* Die Lebenskräfte fördern durch Sinnesentwicklung
* Die Lebenskräfte beweglich machen für den Ein- und Austritt, die Inkarnation
und Exkarnation des Leiblichen. Schlafen und Wachen regeln lernen.
* Die Individuation und Autonomie in einen realen Kontext zur Wirklichkeit und
Fähigkeit des Behinderten setzen.
* Das Verhältnis der Seele zum physischen Leibe harmonisieren.

3 . In der Sozialtherapie:
* Hilfestellung bei der Bewältigung der Lebensaufgabe
* Ein Verhältnis zum Umfeld, zur Familie, zum Tätigkeitsfeld schaffen.
* Das Fehlende emotional begleiten.
* Festlichkeiten gestalten zur Bewusstwerdung der Teilnahme am Zeitenwesen.
* Teilnahme an der Bildung einer kulturellen Förderung.
* Die Individuation und Autonomie in einen realen Kontext zur Wirklichkeit und
Fähigkeit des Behinderten setzen.

4. In der Sonderpädagogik:
* Umformung und Einüben von Gewohnheiten im bildnerischen Schaffen
* Ablösung von Familiensystemen und deren Aufträge/ Botschaften.
* Sinnesbildung als Werkzeug des Ich.
* Ordnen von Chaos
* Bewegen von Erstarrungen
* Nähren und Zuwenden.

5. In der Pädagogik:
* das Temperament als Hilfsmittel einsetzen.
* Nähren mit bildhaftem Denken, Phantasien und emotionalem Denken.
* Sinnesschulung und Differenzierung der Wahrnehmungen.
* Individualisieren und sozialisieren.
* Altersadäquates bestätigen von Fähigkeiten.
* Arbeitstechniken vermitteln.
* Familienstrukturen als Lebensaufgabenfeld des Kindes bestätigen.
* Orientierungshilfen in der Gesellschaft schaffen ohne Wertungen.(Tabu)

6. In der Jugendarbeit:
* Prävention gegenüber Gewalt, Zerstörung und Leere
* Leere und Sinnfindung spürbar machen
* Orientierung und Leitbildarbeit
* Individualisieren und sozialisieren
* Arbeits- und Lerntechniken vermitteln.
* Unternehmerische Kreativität fördern.
* Beziehungsqualitäten und Gruppendynamik gestalten lernen.
* Umgang mit Selbstwert und Dramadreieck
* Biographiearbeit.

7. In der Psychiatrie:
* Die Entängstigung
* Sorgfältige Annäherung an den Realitätsverlust.
* Trauer/ Emotionsbewältigung durch künstlerisches Tun
* Ichstärkung durch:
-Temperamentsklärung
- Bilder der Kunst
- Geschichten , Mythen, Texte
- Arbeiten der Zweckmässigkeit (Gebrauchsgegenstand)
- Schönheit und individuelle Werte
- Sinnesdifferenzierung
- Technische Intervention (verschiedene Malmittel)

8. In der Arbeit mit Erwachsenen:
* Ergänzung zu Einseitigkeiten folgender Art:
- der Persönlichkeit
- des Umfeldes, des Berufes
- der Beziehungsfelder
* Entwicklung von persönlichen Fähigkeiten:
- Verbindungsqualitäten
- Wahrnehmungsdifferenzierung/ Denken
- Sinnestätigkeiten
- Seelische Fähigkeiten im Gefühlsbereich, verzeihen, trauern…
* Entwicklung von brachliegenden, verschütteten, abgewerteten und Vergessenen
Fähigkeiten:
* Freude an Kunst und künstlerischem Tun
* Handwerkliches Geschick
* Sinn für Gleichgewicht, Schönheit und Leben
* Individuelle Zeitstrukturierung, Organisation und
* Prozessbewusstsein.
* Fähigkeiten die im Temperament begründet sind, positiv pflegen
* Fähigkeiten die in der Biographie begründet sind – Geschenke des Umfeldes
* Entwicklung von Neuem, Unbekanntem, Risikobereitschaft
* Begleitung in Krisen durch künstlerische Projekte.

Was für den Erwachsenen männlich oder weiblich wesentlich ist, gilt auch im
Bereich des Strafvollzuges, des Managements, der Weiterbildungen und der

Eltern- oder Familienarbeit.